Sexualtherapie
Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis.
Eine als befriedigend erlebte Sexualtiät wird als Quelle von Glück, Selbstbestätigung und Selbstwertgefühl beschrieben und erlebt.
Ein sexuelles Problem hat demzufolge immer eine wichtige Mitteilung zu machen - hat eine Botschaft.
Der Leidensdruck bei sexuellen Problemen wird demzufolge überwiegend als sehr groß empfunden.
Trotz vermeintlicher Freizügigkeit innerhalb der Gesellschaft ist das Thema hoch schambesetzt, schuldbesetzt und Angst auslösend.
Therapie- und Beratungsbedarf
Laut einer Studie der TU Dresden leiden 20% der Patienen, die sich in Psychotherapie befinden auch an Störungen der sexuellen Erlebnisfähigkeit.
Diese Einschränkungen beziehen sich auf das eigene sexuelle Erleben sowie den Ausdruck derselben.
Die Ursachen für sexuelle Störungen sind durch unterschiedliche Faktoren bestimmt. So kann zum Beispiel eine sexualfeindliche Erziehung mit rigiden Moralverschreibungen den organischen Fluss nachhaltig stören. Verletzende oder traumatische Erfahrungen, sowie ein rigider Umgang mit Sexualität können zu vermeidenden Strategien führen.
Eine unbefriedigende oder fehlende Sexualität ist Mitverursacher für vielfältige Erkrankungen und Mjßempfindungen.
Viele Krankheitsbilder und psychische Störungen sind ursächlich auf sexuelle Störungen oder Fehlentwicklungen zurück zu führen.
Eine detaillierte Diagnostik in der therapeutischen Anfangsphase bildet die Grundlage jeder weiterführenden Arbeit.
Ziele der Sexualtherapie
Der Klient erhält Information und Aufklärung.
- Der Leidensdruck kann verringert werden.
- Das Vertrauen in die eigenen Gefühle und Bedürfnissse wird gestärkt.
- Sensibiltät und Körperwahrnehmung werden gesteigert.
- Sexuelle und sinnliche Bedürfnisse werden bewusster wahrgenommen.
- Die Kommunikation innerhalb der Paarbeziehung wird intensiviert.
- Eine Steigerung der Intimität innerhalb der Beziehung wird gefördert.
- Der Differenzierungsprozess des Einzelnen wird gefördert.
- Sexuelle Dysfunktionen, Appetenzstörungen und Traumata können Heilung erfahren.
Sexualtherapie überschneidet sich in der Regel mit Psychotherapie und Paartherapie. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit eines Menschen steht in engem Zusammenhang zur Entwicklung der eigenen Sexualität.
Sexuelle Gesundheit bedingt, dass die individuellen Ursachen erkannt werden und entwicklungsbedingte Störungen aufgelöst werden. Verletzungen sollten verarbeitet werden damit einschränkende und destruktive Verhaltensweisen und Denkgewohnheiten bewusst werden können.
Im sexuellen Leben und Erleben zeigen sich alle Blockaden, Vermeidungen und Einschränkungen eines Menschen, die generell auch in allen anderen Lebensbereichen als hindernd und einschränkend empfunden werden.
Störungen im Überblick
- Erektionsstörungen
- Appetenzstörungen (sexuelle Lustlosigkeit)
- Orgasmusstörungen
- Ejaculatio praecox (vorzeitiger Samenerguß)
- Vaginismus (Scheidenkrampf der Frau)
Therapeutische Ansätze
Integrative therapeutische Arbeitsweisen die folgende wichtige Elemente vereinen:
Gespräche, Wahrnehmungserweiterung, Körpertherapie, verhaltenstherapeutische Interventionen, systemische Ansätze, ganzheitliche Therapien mit tiefenpsychologischer Ausrichtung wie z.B. Gestalttherapie, Paartherapie, Tantrischer Ansatz
Die Voraussetzung für eine gelingende therapeutische Arbeit bildet die vertrauensvolle Beziehung und der gute Kontakt zwischen Berater und Klient.
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